Hey Guys!
Wir sind Laura & Tom! Vanlifer, Globetrotter, Storyteller. Draußen zuhause, süchtig nach Freiheit, krass ins Leben verliebt – AdVANture Lovers! Unser Blog geht an alle Camper und Reisende, Aussteiger und Glücksucher, Naturfreunde und Lebensgenießer. Reise mit uns und lies Dich glücklich!

On the Road in Spanien
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Warum Wir Ausbrechen

Es ist Zeit für einen Neuanfang

Warum Wir Ausbrechen

Wir alle haben zwei Leben. Das Zweite beginnt, wenn wir realisieren, dass wir nur Eins haben. (Tom Hiddleston)

Lebensstandard: Standardleben

Zwei gute Jobs, zwei tolle Wohnungen in einer wundervollen Stadt, genug Geld und viele gute Freunde waren die glänzende Oberfläche unseres alten Lebens. Hektik, Stress, Zeitmangel, Zukunftssorgen, Versagensängste, Überforderung und ein Haufen voll Verpflichtungen lagen darunter. „Aber eigentlich geht es ja allen so“, dachten wir. „Eigentlich habt ihr doch ein tolles Leben!“ sagten die Anderen. Eigentlich sollten wir zufrieden sein mit dem was wir haben, hat man uns beigebracht. Eigentlich stimmt das alles. Aber wirklich glücklich waren wir trotzdem nicht, wissen wir jetzt! Unsere beiden Bürojobs – Tom arbeitete im Sondermaschinenbau, ich im Konzertmanagement – fraßen dreiviertel des Tages, die restlichen Stunden „Freizeit“ kämpften wir mit Besorgungen, Erledigungen oder gegen die große Müdigkeit. Montag bis Freitag verschmolz zu einem eintönigen und kräftezehrenden Zeitblock, den es in unseren Gedanken von Wochenende zu Wochenende zu überwinden galt. Am Samstag Morgen dann die entscheidende Frage: Was machen wir zuerst? Einkaufen, Haushalt, Sport, Familie besuchen, mit Freunden treffen, eine Radtour, in die Berge fahren, das Boot rausholen, am Bus rumschrauben, doch endlich mal dem Blog anfangen, eines der fünf ungelesenen Bücher lesen oder vielleicht einfach mal auf der Couch chillen („Ok, dafür ist jetzt wirklich keine Zeit!“)? Am Sonntag Abend folgte die bittere Erkenntnis: Wir haben nicht einmal die Hälfte davon geschafft und sind kein bisschen erholt. Erschöpfung, Niedergeschlagenheit und Selbstzweifel machten sich breit.

Der Life-Quality-Check

Diesen Rhythmus kann man bei einigermaßen guter körperlicher Verfassung, einem sonnigen Gemüt, wie es Tom und mir in die Wiege gelegt wurde, und einer verbleibenden Restfreude an seinem Job ziemlich lange durchhalten. Hätten wir wohl auch die nächsten Jahre – wenn nicht Jahrzehnte – und es wäre okay gewesen. Aber mal ehrlich: Wann geben wir uns denn mit okay zufrieden? Wenn das Essen okay schmeckt, wechseln wir beim nächsten Mal doch lieber das Restaurant. Ein Outfit, das okay aussieht, tragen wir sicherlich nicht zum ersten Date. Ein Buch, das okay ist, legen wir spätestens ab Seite 13 beiseite. Ein Hotel, das okay ist, empfehlen wir noch nicht einmal unserem Nachbarn. Warum also akzeptieren wir das sonst gescheute Mittelmaß, wenn es um unsere Lebensqualität geht? Geld. Anerkennung. Sicherheit. Gemeinschaft. Angst vor Veränderung. Keine Ahnung, was die Alternative sein soll. Und weil halt es alle so machen. Das waren unsere sparsamen Antworten und wirklich einmal jene Parameter, mit denen wir unser Lebensglück maßen. Der Schweizer Lebenskünstler Alfred Selacher hingegen sagte: „Meine Ideen bestimmen meine Lebensqualität.“ Wären wir danach gegangen, war unsere Lebensqualität nicht einmal mehr okay – sondern bei Null!

Das Leben sollte keine gesittete Reise ins Grab sein in der Absicht, dort möglichst sicher mit ansehnlichem, wohlerhaltenem Körper anzukommen. Es sollte vielmehr eine wilde Schleuderpartie in einer Rauchwolke sein, die man verbraucht und ausgepowert mit dem lauten Ruf beendet: „Wow! Was für ein Ritt!“   – Hunter S. Thompson

Zeit Für Einen Mutausbruch

Würden wir unser Leben genauso leben, wenn wir uns um GELD keine Sorgen machen müssten? Was bedeutet uns FREIHEIT? Was sind unsere LEIDENSCHAFTEN? Sind wir GLÜCKLICH oder geben wir uns ZUFRIEDEN?

100 Fragen taten sich auf und ließen wiederum 1000 Antworten übrig – kurzum: Wir machten nicht nur ein Fass auf, wir kippten gleich zehn davon aus! Ziemlich schnell wurde uns klar, dass wir nicht mehr zurück konnten auf den Weg unserer alten Denkmuster. Klar war aber auch die Richtung des Weges, der nun vor uns lag: raus in die Welt, auf zu neuen Ufern! Deshalb verstehen wir unsere Reise auch als Neubeginn und nicht als Sabbatical – Tom hatte sich schon einmal sechs Monate Auszeit aus dem Berufsleben freigeschaufelt und weiß nur zu gut, wie schnell das gefürchtete Hamsterrad danach wieder Fahrt aufnimmt. Wir wollen nicht aussteigen, eher umsteigen; die Spur wechseln, Tempo rausnehmen und öfter die Richtung wechseln. Wir möchten uns neu verorten, einfach mal Möglichkeiten ausloten und wieder Chancen wahrnehmen. Wir suchen nicht nach mehr Freizeit und weniger Arbeitszeit, sondern nach besserer Lebenszeit. Wohin unsere Reise geht, wie lange uns das Leben im Van glücklich macht, wie wir in Zukunft unser Einkommen sichern und wer wir persönlich in einem, drei oder fünf Jahren sein werden, steht in den Sternen – und natürlich auf unserem Blog.

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