Hey Guys!
Wir sind Laura & Tom! Vanlifer, Globetrotter, Storyteller. Draußen zuhause, süchtig nach Freiheit, krass ins Leben verliebt – AdVANture Lovers! Unser Blog geht an alle Camper und Reisende, Aussteiger und Glücksucher, Naturfreunde und Lebensgenießer. Reise mit uns und lies Dich glücklich!

On the Road in Spanien
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Meine Reise, die Anderen und Ich // Über’s Losgehen bevor es Losgeht

 

Jede Reise ist eine Herausforderung, jede große Reise eine große Herausforderung. Eine Idee muss her, ein Plan hilft manchmal, Phantasie schadet nie, aber wohl das wichtigste ist unser Mindset: Die Fremde braucht Aufgeschlossenheit, das Unerwartete verlangt Gelassenheit und unser Vorhaben Durchsetzungskraft – und das meist alles schon, bevor man auch nur einen Meter Boden gutgemacht hat. Dazu zwei kleine Geschichten bzw. eine, nämlich unsere Geschichte, von zwei Seiten:

Vanlife? Mach doch lieber All Inclusive!

Als ich Freunden, Bekannten und Arbeitskollegen den Plan eröffnet habe, einen Blog zu schreiben, war die einstimmige Reaktion: „Aha. Ja, das passt zu Dir!“ Als ich dann erzählt habe, dass es um Reisen, ein Leben im Bus, Wandern und Draußen sein gehen wird, wurde aus „Interesse“ oft schnell Skepsis und Spott: „Vielleicht probierst du’s erstmal mit einem Schrebergarten“, „Ihr braucht einen Anhänger für Lauras Kleiderschrank“, „Im Wald kannst du dir aber nicht die Haare fönen“, „Mach doch lieber was mit Kunst oder so...“, lauteten ein paar der gut gemeinten Ratschläge. Viele fragten sich, was das Püppchen auf einmal in der Natur sucht, warum es gleich ein halbes Jahr sein muss und wie in aller Welt ich es so lange in einem Fahrzeug aushalten will – aber niemand fragte mich. Vielleicht, weil alle dachten, die Reise war allein Tom’s Idee – war sie zunächst auch. Oder, weil man sich sicher war, dass ich den Trip sowieso keine vier Wochen durchhalte. Oder, weil es niemandem aufgefallen ist, dass wir nicht in den Urlaub fahren, sondern unser Leben verändern möchten. Jetzt, da nicht nur besagte vier  Wochen, sondern knapp vier Monate um sind (und ich noch keine einzige Minute an unsere Heimreise verschwendet habe), haben wir unsere Antworten auf das Warum und Wieso dieser Reise noch einmal mit der Realität abgleichen können und wir bleiben dabei: Weil für uns Reisen die schönste Art und Weise ist Freiheit zu erleben, und das Vanlife die freieste Art und Weise ist, das Reisen zu erleben. Weil wir es genießen, langsam zu Reisen und zur Ruhe zu kommen. Weil wir nur außerhalb unserer Komfortzone lernen Grenzen zu überwinden, Perfektionismus abzulegen und stärker zu werden. Das alles kann man, wenn man will, überall lernen. Wir haben uns für knapp 12 mobile Quadratmeter entschieden, die so wenig Platz wie möglich für Unnötigkeiten und Eitelkeit und so viel Unabhängigkeit und schöne Aussicht wie nötig bieten, um auf neue, grandiose Gedanken zu kommen.

Reiseblogger? Die gibt’s doch schon wie Sand am Meer!

Als Tom Freunden, Bekannten und Arbeitskollegen den Plan eröffnet hat, wieder auf große Reise zu gehen, war die einstimmige Reaktion: „Oh cool. Du machst es genau richtig!“ Als er dann erzählt hat, dass wir einen Blog schreiben werden und Videos drehen werden, wurde aus „Interesse“ oft schnell Skepsis und Spott: „Reiseblogs – davon gibt’s doch schon 10.000“, „Wollt ihr da echt immer dem W-Lan hinterherfahren?“, „Auf so einer Reise sollte man doch lieber auf alle Medien verzichten, als noch mehr am Computer zu hängen!“, lauteten ein paar der gute gemeinten Ratschläge. Viele fragten sich, warum er, nur um durch Europa zu fahren, wieder einmal einen super Job aufgab und seine Reise jetzt auch noch öffentlich machen wollte – aber niemand fragte ihn. Vielleicht, weil alle dachten, die Bloggerei war allein meine Idee – war sie zunächst auch. Oder, weil man sich sicher war, dass daraus eh nichts wird. Oder, weil es niemandem aufgefallen ist, dass wir kein öffentliches Reisetagebuch schreiben wollen, sondern unser berufliches Leben verändern möchten. Jetzt, da wir mit unserem AdVANture Lovers-Logo auf dem Bus on the road sind und schon so viele Stunden und Ideen in unseren Blog gesteckt haben, haben wir über das Ob und Wie eines eigenen Blogs noch einmal nachdenken können und bleiben dabei: Wir möchten ein paar unserer schönsten Bilder, spannendsten Erlebnisse, Learnings und besten Gedanken in die weite Welt des Internets schicken, um alle, die es interessiert, an unseren Reisen teilhaben zu lassen und alle, die dazu bereit sind, zu motivieren, ihre eigene Reise zu starten. Wir möchten mit unserer Geschichte Ängste vor einem Neustart nehmen und mit unseren Erfahrungen Tipps für einen guten Start geben. Und wir möchten keine Reise durchs Nirvana machen, sondern – zumindest online – mit so vielen Gleichgesinnten wie möglich connecten.

Das “Und-ich-hab’s-doch-gemacht”-Gefühl

„Die meisten Menschen sind schnell bereit, Dich zu bremsen, bevor Du überhaupt angefangen hast. Sie zögern aber, sich Dir in den Weg zu stellen, wenn Du bereits unterwegs bist,“ schreibt Timothy Ferris in „Die 4-Stunden-Woche“ (der Bibel aller Aus- und Umsteiger!) und gibt uns Planungswütigen und Kreativen damit zwei Ratschläge: Entweder du hälst mit deinen Träumen so lange hinterm Berg, bis du schon im Flieger sitzt und deine erste Millionen eingenommen hast (schwierig und sehr einsam), oder – falls du wie wir dein Herz auf der Zunge trägst – du legst Dein Ziel fest, steckst die Route ab und machst dich mental schonmal auf die Socken. Dann schmeißt Du deine Ideen stolz in die Runde und egal, welche Reaktionen sie hervorrufen, du bist ja schon viel zu weit gegangen, als jetzt wieder umzukehren. Große Vorhaben erfordern Mut und Disziplin vor allem sich selbst gegenüber, werden aber schon nach ganz kurzer Zeit der Umsetzung mit einem wohligen „Ha-und-ich-habs-doch-gemacht-Gefühl“ belohnt. Auch uns hat sich ja am Ende keiner in den Weg gestellt – vielleicht weil unsere Reise im Kopf schon weit vor unserem wirklichen Start im April 2018 begonnen hat.

 

Comments

  • Oxana Malzer
    August 4, 2018

    Gewohnheit und Furcht sind die zwei mächtigsten Hindernisse auf dem Weg zu unserer individuellen Verwirklichung. Beides kann man nicht aus dem Fenster werfen. Man muß sie die Treppe hinunterprügeln, Stufe für Stufe. Ich denke R e i s e n kann diesen doch sehr schwierigen Prozess erheblich unterstützen. Es bedarf dazu aber diesen “ersten Schritt”. Falls ihr Beide es also schaffen solltet, auch nur einen Füdlibürger in diesem Sinne nachhaltig zu motivieren, bekommt euer Blog einen Goldrand. Ich wünsche es euch.

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