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Wir sind Laura & Tom! Vanlifer, Globetrotter, Storyteller. Draußen zuhause, süchtig nach Freiheit, krass ins Leben verliebt – AdVANture Lovers! Unser Blog geht an alle Camper und Reisende, Aussteiger und Glücksucher, Naturfreunde und Lebensgenießer. Reise mit uns und lies Dich glücklich!

On the Road in Spanien
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Home, sweet Home // Wo wir uns Zuhause fühlen

 

Wir lieben unsere deutsche Wahl-Homebase Regensburg. Mit seinen 140.000 Einwohnern ist der bayerische Fleck zwar fast ein Dorf, aber zwischen den uralten, pastellfarbenen Altstadthäusern mit dem Radl rumzusausen, im Sommer in der Donau zu baden, die 1000 Konzerte und Feste, unsere Lieblingscafés, die besten Erinnerungen, verrücktesten Freunde und ja, auch der gemütliche Dialekt (den Laura bis heute nicht ganz versteht) bedeuten für uns Heimat. Hier haben wir uns gefunden und ein zweites Zuhause. Jetzt schreiben wir aber auch gerne einmal #homeiswhereyouparkit unter unsere Instagram-Bilder und trällern manchmal laut den Song „Home is whereever I’m with you“ von Edward Sharpe & The Magnetic Zeros von unserer Roadtrip-Playlist. Kann man also überall ein Zuhause finden? Und was macht ein Zuhause aus – ein Ort, Privatsphäre oder der eine Lieblingsmensch, der bei einem ist?

Zuhause geht auch ohne Deko

Viel über Zuhause lernt man weit weg davon. Denn unsere Reisen und besonders das Vanlife zeigen uns immer wieder, dass man sich auch mit weitaus weniger Dingen, Raum, vertrauten Menschen und gewohnter Umgebung einen Rückzugsort erschaffen kann. Wir leben im Van zu zweit auf ca. 12 Quadratmetern. Privatsphäre: Fehlanzeige! Platz haben wir hier gerade so für ein Zehntel unserer angehäuften Klamotten, aber keine Verwendung für all das, was in früher in unseren Schränken und Regalen stand, geschweige denn für geliebte Möbel, nicht einmal für gesammelte Erinnerungensstücke oder eingerahmte Photos – für eben all das Zeugs, das uns doch immer lieb und teuer war und dem wir in Summe das Etikett „Zuhause“ aufgeklebt haben.

Auf Reisen vermissen wir nichts davon – schlicht und einfach, weil wir nichts davon gebrauchen können. Dieses wohlig warme Gefühl des Heimkehrens geht uns aber dennoch nicht ab. Das stellt sich nun ein, wenn wir auf dem Rückweg von einem Ausflug unseren Bus schon von Weitem silber durch die Bäume blitzen sehen. Wenn wir Sonntag Morgens Pfannkuchen backen oder während der Regen auf die Scheiben trommelt, Nudeln mit Tomatensoße essen. Wenn wir nach einer langen Fahrt auf einem Supermarkt-Parkplatz Halt machen und uns hinten ins Bett für einen Power-Nap kuscheln. Und wenn wir die Tür aufsperren und uns freuen, dass noch alles an Ort und Stelle ist (oder auch über das üblich herrschende Chaos). Aber auch ohne ein Rolling Home kann man auf Reisen dieses Zuhause-Gefühl finden: Jeder, der einmal im Urlaub länger als eine Woche in der gleichen Unterkunft eingecheckt hat, wird sich erinnern, wie sich die Fremde nach ein paar Tagen der Eingewöhnung – natürlich vorausgesetzt man fühlt sich wohl – in sein kleines privates Reich verwandelt hat. Man kennt nun den Weg zum Frühstücksbuffett, die Betten verlieren ihren Stärkegeruch und man verzichtet gerne darauf, dass das Zimmermädchen jeden Tag die Handtücher wechselt. Macht man Zuhause ja auch nicht.

Wie die Welt Dein Zuhause wird

Wir Menschen sind Gewohnheitstiere – unsere Umgebung zu adaptieren und sich darin schnellstmöglich seine eigene kleine Nische einzurichten, liegt in unserer Natur. Unsere Fähigkeit, sich überall wie zuhause fühlen zu können wird nur durch unser Verständnis von einem Zuhause, bestehend aus angehäuftem Konsum und eingepfercht in unsere gemieteten vier Wände, zunichte gemacht. Aufschreie wie „Aber ohne dies und jenes könnte ich niemals leben!“ stammen meist von denjenigen, die es noch nie ausprobiert haben.

Hätten sie es, würden sie bemerken: Sie leben immer noch! Und sie hätten noch etwas anderes Unglaubliches festgestellt: Zuhause ist kein noch so schön dekorierter Haufen von Dingen, sondern ein Gefühl! Oder besser, ein ganzer Haufen von Gefühlen: Hier darf ich sein, wer ich bin. Hier bin ich frei und ungezwungen. Hier fühle ich mich sicher. Hier stimmt die Energie. Hier läuft meine Lieblingsmusik. Hier komme ich zur Ruhe… Wer es nun schafft, dieses „Hier“ durch „Bei Mir“ statt bloß durch eine Adresse zu ersetzen, ist wohl der allerglücklichste Mensch. Denn mit diesem Mindset und seiner Lieblingsplaylist auf dem MP3-Player kann er pfeifend durch die Gassen der ganzen Welt schlendern, während er sich lächelnd denkt: „Ach, hier zuhause ist es doch am schönsten!“

Comments

  • Hans
    August 10, 2018

    Folk Rock + wunderschöner Artikel – weiter so! Ihr beide wisst zu leben. Ich wünschte, es würde mehr Menschen wie euch geben. Es ist so inspirierend, Beiträge von Menschen zu lesen, die auch andere Wege gehen, nicht blind dem Mainstream folgen. Ich bin sehr gespannt, wie es bei euch weitergeht.

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